Aktuelle Beiträge

Kriegsgeschichtliche Werke von Franz Freiherr von Soden im Online-Angebot der Württembergischen Landesbibliothek
Von: 
Wolfgang Mährle

Der württembergische General Franz Freiherr von Soden profilierte sich im Ersten Weltkrieg als erfolgreicher Truppenführer. Nach 1918 war er als Initiator und Förderer von Kriegsdenkmälern und Erinnerungsstätten, als Organisator von militärischen Feiern und Gedenkveranstaltungen sowie als Kriegsgeschichtsschreiber einer der einflussreichsten Weltkriegsveteranen in Schwaben. Die drei wichtigsten kriegsgeschichtlichen Werke Sodens sind seit Kurzem im Online-Angebot der Württembergischen Landesbibliothek (Bibliothek für Zeitgeschichte) einsehbar.

Aufsatz
Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung. Eine Konferenz in Kooperation mit der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung), Universität Wien, sowie mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (Wien, 8.–10.10.2025)
Von: 
Oksana Nagornaia

Erstmals fand die Jubiläumstagung des Arbeitskreises „Militärgeschichte“ in Österreich statt und zum ersten Mal übernahm ein renommiertes Militärmuseum dabei eine Doppelrolle: sowohl als aktiver Organisationspartner als auch als Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse. In den authentischen Räumen des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) wurden theoretische Grundlagen der kurzfristigen und langfristigen Verarbeitung von Kriegsfolgen ebenso thematisiert wie Fallstudien zu einzelnen Museen, nationalen Geschichtskulturen und neuen medialen Formen des Gedenkens.

Tagungsbericht

Within the Dutch colonial army in Indonesia (the KNIL, or Koninklijk Nederlandsch-Indisch Leger), ‘Ambonese’ or Moluccan soldiers’ reputations for ferocity carried through from the Aceh War (1873–1942) to the aftermath of the Indonesian National Revolution (1945–1949) in ways that worked to absolve white members of the Dutch national army (Koninklijke Landmacht) from responsibility for the worst violence of the Revolution.

 

Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) fördert Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in ihrer Qualifikationsphase. Zu diesem Zweck lobt der Verein bis zu 1.200 € aus, um einen Workshop zu einer aktuellen Fragestellung der Militärgeschichte zu finanzieren. Eingereicht werden können Themenvorschläge aus allen historischen Epochen.

Miszelle
Beziehungen und Wechselwirkungen von der Antike bis zur Gegenwart / Relations and Interactions from Antiquity to the Present Day

Vom 16. bis zum 18. September 2026 findet an der TU Dortmund eine internationale Konferenz zum Thema “Natur – Tiere – Krieg. Beziehungen und Wechselwirkungen von der Antike bis zur Gegenwart” statt. Sie verfolgt das Ziel, die bislang häufig getrennten Ansätze der Umwelt-, Tier- und Militärgeschichte zusammenzuführen und eine Plattform für innovative Forschungsansätze zu bieten, die sowohl die Auswirkungen militärischer Gewalt auf Natur und Tierwelt als auch Tiere und Natur im Kontext von Militär, Krieg und Gewalt in den Blick nehmen.

Die Reichswehr zwischen Landesverteidigung und „Blitzkrieg.“ Workshop des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (Potsdam, 9./10.7.2025)
Von: 
Mika Hagedorn

Am 9. und 10. Juli 2025 lud das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) zum vierten Workshop über die Reichswehr nach Potsdam ein. Die Organisation übernahmen Dr. Frederike C. Hartung, Dr. Frank Reichherzer und Dr. Dennis Werberg. Ziel war es, die Reichswehr als Vorläufer und militärischen Vordenker der Wehrmacht im Kontext der „Blitzfeldzüge“ zu analysieren.

Tagungsbericht
Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung (Wien, 8.–10.10.2025)

Wenn bewaffnete Konflikte enden, verbleiben mannigfaltige Spuren des Krieges in den Gesellschaften und auf materieller Ebene, die das (kollektive) Gedächtnis in der einen oder anderen Weise formen. Monumentale Objekte wie Triumphbögen, Siegesstelen oder Trophäen geben bereits seit der Antike öffentlichkeitswirksam Zeugnis über das menschliche Streben und das Bedürfnis, an Kriege und Schlachten durch materielle Sachzeugnisse zu erinnern. Seit den Napoleonischen Kriegen, besonders aber im „langen 20. Jahrhundert“, erlangt das Erinnern an militärische Begebenheiten und Persönlichkeiten in Form von Denkmälern, Veranstaltungen, Liedern, populärer Literatur und nicht zuletzt durch die neu auftretenden Armeemuseen im europäischen Raum zunehmende gesellschaftliche Bedeutung.

Miszelle
Die historische Einordnung einer Private Military Company
Von: 
Grischa Sutterer
Ein Panzer und Contractors der PMC Wagner vor dem Hauptquartier des russischen Militärbezirks Süd in Rostow am Don während des Putsches, 24. Juni 2023, Erik Romanenko, IMAGO / ITAR-TASS 60053227

Die Gruppe Wagner stand seit dem gescheiterten Putsch im Juni 2023 im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Vor dem Hintergrund der geschichtswissenschaftlichen Forschung zu privatisierten Gewaltorganisationen ordnet dieser Aufsatz die Gewaltgemeinschaft Wagner in längere historische Entwicklungslinien ein. Er behandelt die Entstehung der Private Military Company (PMC) Wagner, ihre militärische Struktur, ihre Gewaltpraktiken sowie die Funktion dieses Gewaltakteurs im geostrategischen Ausgreifen Russlands und ihre Einbindung in das Machtgeflecht des russischen Staates.

Aufsatz
Kriegsvorstellungen nach 1991 – Eine Analyse der zweiten Star Wars Trilogie (1999–2005)
Von: 
Felix-Marcel Körber
B1-Kommando-Kampfdroide, ursprünglich im Dienst der Handelsföderation, später Teil der Streitkräfte der Separatisten. Bild: © xkonradox / Pixabay (Pixabay License), Quellenlink: https://pixabay.com/illustrations/b1-star-wars-droid-robot-war-4934716/

Dieser Aufsatz untersucht, wie die zweite Star Wars-Trilogie (1999–2005) militärische Gewalt im Nachklang des Kalten Krieges (1991) darstellt. Es wird argumentiert, dass die Filme weniger auf Kriegserfahrungen der 1990er-Jahre als vielmehr auf frühneuzeitliche Staatsbildungskriege und den US-Sezessionskrieg verweisen. Krieg erscheint dabei als Feld, in dem Gewaltanwendung und -erfahrungen dem Militär vorbehalten sind. Zudem plädiert der Text für eine militärhistorische Analyse fiktionaler Werke.

Aufsatz
Tagung des Forschungsverbunds Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD)
Von: 
Leonard Kleiber

Der Forschungsverbund Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD) veranstaltete vom 30. bis 31. Januar 2025 seine erste Konferenz, die von Tanja Bührer (SALZBURG), Isabelle Deflers (MÜNCHEN) und Karen Hagemann (CHAPEL HILL) organisiert wurde. Ziel des MKGD ist es, Geschlechteraspekte stärker mit der Militärgeschichte zu verweben. In der Begrüßung wurde diese Notwendigkeit am Beispiel der zunehmenden Forschung zu Kolonialkriegen deutlich. Die analytische Kategorie Geschlecht werde in diese neuen Studien nur unzureichend integriert, was beispielsweise Machtverhältnisse unterminiere. Diese Lücke bildete den Ausgangspunkt der Konferenz.

Tagungsbericht

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