Institutionen

Von: 
Alexander Reineke

Die theoretische Leistungsfähigkeit eines Heeres im Frieden unterscheidet sich immer von der praktischen Leistung im Krieg. Warum ist das so? Dieses Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der U.S. Army in Friedenszeiten und den strukturellen Kräften, denen die Army im 20. Jahrhundert unterworfen war.

Projektskizze

Geschichte des ATF; Amerikanische Bundespolizeien; Military Intelligence; Amerikanische Militärgeschichte, Formierung von Spezialeinheiten

Chancen und Herausforderungen für die europäische Integration
Von: 
Benjamin Pfannes

Die Aufstellung der Deutsch-Französischen Brigade leitete eine neue Phase der militärischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ein. Neben gemeinsamen Manövern und Kooperationen in der Rüstungspolitik führte sie zu erheblichen Fortschritten im Bereich der Interoperabilität. Außerdem dient die Brigade als Vorbild für die internationale Zusammenarbeit im Rahmen von Friedensmissionen z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan, weshalb eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Brigade lohnenswert erscheint.

Projektskizze
Unpolitischer Offiziersverein oder Bindeglied zwischen Militär und Politik in der Weimarer Republik?
Von: 
Lukas Grawe
Büste des Generaloberst Alfred Graf von Schlieffen

Der „Verein der Angehörigen des ehemaligen Generalstabs (Vereinigung Graf Schlieffen)“ galt als exklusivste Offiziersvereinigung der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Obwohl sie sich unpolitisch gab, verfolgte sie politische und militärische Ziele und reagierte dabei auf das jeweilige politische Umfeld in der Weimarer Republik sowie im „Dritten Reich“.

Aufsatz
Der Militärische Abschirmdienst (MAD) 1956–1990
Von: 
Benjamin Pfannes

Nachdem die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) bereits aufgearbeitet worden war, fehlte noch eine Abhandlung über die Geschichte des dritten Nachrichtendienstes der Bundesrepublik Deutschland, der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr (MAD). Diese Lücke schließt Helmut R. Hammerich mit seinem Buch, in dem er zum ersten Mal eine archivbasierte Untersuchung der Organisation und ihrer Mitarbeiter von 1956 bis 1990 vorlegt.

Buchbesprechung
Das Polizieren der Bergarbeiterstreiks 1910/11 in Südwales und 1912 im Ruhrgebiet im Vergleich
Von: 
Katharina Schmitten

Weder in Großbritannien noch im Deutschen Reich existierte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine speziell für den Umgang mit Demonstrationen, Streiks und Straßenunruhen ausgerüstete und ausgebildete „riot police”. War die Polizei mit der Kontrolle großer Streikbewegungen überfordert, wurde in beiden Ländern Militär requiriert. Dieser Aufsatz untersucht vergleichend das Verhältnis von Politik, Zechenherren, Polizei und Militär am Beispiel des staatlichen Vorgehens gegen die Bergarbeiterstreiks 1910/11 in Südwales und 1912 im Ruhrgebiet. Der Analyse geht eine vergleichende Skizzierung der rechtlichen Grundlagen von Militäreinsätzen im Inneren voraus.

Aufsatz
Die Inszenierung der bayerischen Nation im Königlich-Bayerischen Armeemuseum 1881–1905
Von: 
Marina Beck

Das Königlich-Bayerische Armeemuseum öffnete 1881 seine Tore. Es sollte Denkmal für die bayerische Armee sein, die Dynastie der Wittelsbacher inszenieren und die (neu) vereinigten Gebiete des Königreichs Bayern visualisieren. Dieser Beitrag diskutiert, ob und wie es dem Museum gelang, Armee, Dynastie und Staat in Bayern in der Ausstellung zu präsentieren.

Aufsatz
Radikale Rechte in Bundeswehr und NVA (1955/56–1995)
Von: 
Jakob Saß

Der Fall „Franco A.“ und die Skandale beim KSK: Die aktuellen rechtsradikalen Vorfälle bei der Bundeswehr sind keine neuen Phänomene, sondern verweisen auf jahrzehntelange Kontinuitäten – nicht nur in der „alten Bundeswehr“, sondern auch in der NVA. Das Dissertationsprojekt widmet sich erstmals einer umfassenden Aufarbeitung.

Projektskizze
„Verein(te) Militärgeschichte: Der Arbeitskreis Militärgeschichte e. V. und die Entwicklung einer historischen Subdisziplin“
Von: 
Christina Kecht/Marie-Kristin Reischl/Florian Wieninger

Der Arbeitskreis Militärgeschichte e. V. (AKM) wurde im Jahr 1995 ins Leben gerufen. Die Idee der Gründung entstand nach dem Deutschen Historikertag 1994 in Leipzig. Damit wollten die Gründungsmitglieder die wachsende Beliebtheit der Militärgeschichte in Deutschland aufgreifen, um sie gezielt unterstützen zu können. Das Ziel war von Anfang an, interdisziplinäre und epochenübergreifende Forschung zu Militär und Krieg sowie kollegialen Austausch zu fördern.

Tagungsbericht

Spätantikes und frühmittelalterliches Militärwesen.
Frankreich, Deutschland, Italien, England und das Byzantinische Reich im Mittelalter.
Kontakte und Verflechtungen zwischen dem Byzantinischen Reich und dem fränkischen Westen.
Mentalitäts-, Vorstellungs-, Ideen- und Begriffsgeschichte.
Identitäten und Zugehörigkeiten in Antike und Mittelalter.
Der Epochenübergang von der Antike zum Mittelalter.
Antike und mittelalterliche Archäologie.
Reisen und Verkehr im Mittelalter.
Frühmittelalterliches Rechtswesen.

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