Projektskizze

Die Bedeutung des Ministeriums für Nationale Verteidigung für die innere Sicherheit der DDR (1956–1971)
Von: 
Linus Birrel

Dieses Dissertationsvorhaben untersucht die Bedeutung des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) für die innere Sicherheit der DDR. Es widmet sich damit einer bislang von der Forschung vernachlässigten, zentralen Institution für die Sicherheitspolitik der DDR.

Projektskizze
Militärische Operationen im urbanen Raum in Zeiten von Humanisierung und Post-Heroismus
Von: 
Jonas Neugebauer

Globale Trends wie Bevölkerungswachstum und Urbanisierung, vor allem in weniger entwickelten Teilen der Erde, steigern die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer urbaner Konflikte und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass westliche Streitkräfte in derartige Konflikte verwickelt werden. Das urbane Einsatzgebiet, so die Argumentation der hier vorgestellten Dissertation, dient dabei als Katalysator ohnehin anspruchsvoller taktischer Gegebenheiten und übergeordneter sozio-kultureller Entwicklungen und stellt westliche Streitkräfte deshalb wiederholt vor schier unlösbare Herausforderungen. Zahlreiche Publikationen befassen sich mit der Frage, was es für eine westliche Streitkraft bedeutet, in einer Stadt zu operieren – kaum eine Publikation geht jedoch der Frage nach, was es für eine westliche Streitkraft bedeutet auf „humane“ Art und Weise in einer Stadt zu operieren. Die hier vorgestellte Dissertation möchte letzterer Frage nachgehen und somit einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke leisten.

Projektskizze
Erfahrung, Darstellung und Technik von Kriegsgewalt auf See, 1665–1783
Von: 
Sarah von Hagen
Willem van de Velde, der Jüngere, Gefecht während der Seeschlacht bei Kijkdiun (auch Seeschlacht von Texel, 21. August 1673), ca. 1675. Öl auf Leinwand, 114x183cm. SK-A-2393 Rijksmuseum Amsterdam, URL: http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.6379

Maritime Gewalt war ein wesentlicher Bestandteil der globalen europäischen Konflikte der zweiten Hälfte der Frühen Neuzeit. Mit einer Analyse ihrer spezifischen Signaturen liefert die Dissertation erstmals eine systematische Betrachtung der Kriegsgewalt auf See im langen 18. Jahrhundert.

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Homosexualität und sexuelle Gewalt in den Armeen Österreich-Ungarns 1900–1918
Von: 
Daniel Gunz

Gleichgeschlechtlich begehrende Menschen sind und waren in allen Gesellschaftsschichten zu finden, in Zivil wie auch im Militär. Das Zusammenleben vieler Männer in einem homosozialen Raum, wie es Armeen waren, vereinfachten homosexuelle Kontakte. Die hierarchische Struktur des Militärs konnte allerdings auch zum Missbrauch der mit dem Dienstrang verliehenen Autorität führen, was sich innerhalb des Dissertationsprojekts durch die Untersuchung von Fällen sexueller Gewalt äußert.

Projektskizze
Radikale Rechte in Bundeswehr und NVA (1955/56–1995)
Von: 
Jakob Saß

Der Fall „Franco A.“ und die Skandale beim KSK: Die aktuellen rechtsradikalen Vorfälle bei der Bundeswehr sind keine neuen Phänomene, sondern verweisen auf jahrzehntelange Kontinuitäten – nicht nur in der „alten Bundeswehr“, sondern auch in der NVA. Das Dissertationsprojekt widmet sich erstmals einer umfassenden Aufarbeitung.

Projektskizze
Das Design einer neuen praxisbezogenen Fachrichtung in der deutschsprachigen Ethnologie
Von: 
Philipp Fritz
freie Lizenz

Trotz der gesellschaftlichen Relevanz und des Forschungspotenzials ist die Bundeswehr in der Ethnologie ein unbeachtetes Forschungsfeld geblieben. Dieses Forschungsdesiderat soll im Rahmen eines Promotionsprojekts geschlossen werden und die Voraussetzungen für die Konstituierung einer neuen, anwendungsorientierten Fachrichtung innerhalb der deutschsprachigen Ethnologie schaffen.

Projektskizze
Die Materialität des Infanterie-Gewehrs im Kontext der industriellen Produktion in Deutschland und der Schweiz, 1898-1945. (Dissertation)
Von: 
Sebastian M. Thiem
Visier Gewehr 98 Sammlung Thiem SW10
Integrale Arbeiten zur Rüstungsproduktion Deutschlands und der Schweiz, im Kontext der Akteure und Artefakte, bilden nach wie vor Desiderate der Forschung. Die Geschichte des Forschungsobjekts dieses Dissertationsprojekts kann die materielle Kultur der Zeit verständlich machen und neue militär- und technikgeschichtliche Erkenntnisse schaffen.
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Wirken, Werk und Wirkung
Von: 
Christian Th. Müller
Vom Kriege 1832
Carl von Clausewitz ist heute ein Klassiker der politischen Theorie und der Weltliteratur. Seine Lektüre gilt aber als schwierig, was immer wieder seinen Ausdruck in Verständnisproblemen und Fehlperzeptionen findet. Die geplante Monographie setzt an diesem Problem an, indem sie seine Gedanken erstmals systematisch, nah an den Originaltexten präsentiert und sie allgemeinverständlich für einen breiten Leserkreis erschließt.
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Eine Referenzrahmenanalyse
Von: 
Florian Steinfals
Polish and Jewish inhabitants of Aleksandrow Kujawski hold their arms in the air after their arrest by German soldiers during the conquest of Poland. (© United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Harry Lore)

Als die Wehrmacht im September 1939 Polen angriff, ging sie mit außerordentlicher Gewalt gegen die polnische Zivilbevölkerung vor: Etwa 26 000 polnische Zivilisten verloren ihr Leben, 16 000 von ihnen wurden hingerichtet. Die Genese dieser Kriegsverbrechen soll mithilfe einer Referenzrahmenanalyse, die die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster der Wehrmachtssoldaten rekonstruiert, erklärt werden.

Projektskizze
Von: 
Philipp Vogler
Target Dossier Stalingrad Tractor Works, NARA RG 242, PM/TM-1, public domain
Noch immer stellen die Überreste der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs, allen voran Bombenblindgänger, ein hohes Gefahrenpotential in Deutschland dar. Zu ihrer Identifikation werden seit Jahren Luftaufnahmen aus jener Zeit herangezogen. In der Forschung ist dieser Quellengattung – vor allem mit Blick auf die deutsche Luftbildaufklärung – indes bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden.
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