Krieg und Militär (allg.)

Rethinking Concepts, Terms and Topics (Graz, 9.–11.7.2025)
Von: 
Samuel Hofstadler, Stefanie Pöschl

The Military Welfare History Network held its fourth international Conference from July 9th to July 11th, organised by Heidrun Zettelbauer (GRAZ), Viktoria Wind (GRAZ), Sabine Haring-Mosbacher (GRAZ) and Sabine Jesner (VIENNA). The nine panels and two keynotes aimed to open up new perspectives on the historiography of war and welfare. A book presentation and round-table discussion about the forthcoming publication ‘Gendering Vulnerability and Care During the 'Greater War' in Europe, 1912–1923‘ deepened these discussions regarding the First World War.

Tagungsbericht
Konflikt, Hilfe und Grenzen humanitärer Neutralität?
Von: 
Darja Wolfmeier
Verteilung von Nahrungsmitteln durch Freiwillige des Äthiopischen Roten Kreuzes, 1984, Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Famine_help_(3524682551).jpg ( cc-by-2.0)

Der Beitrag untersucht die Konkurrenz um humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen während der Hungersnot in Äthiopien 1984–1985. Im Spannungsfeld von Kaltem Krieg, autoritärer äthiopi-scher Herrschaft und Bürgerkrieg prangerte Ärzte ohne Grenzen den Missbrauch von Hilfsleis-tungen durch das äthiopische Regime öffentlich an und wurde des Landes verwiesen. Der Fall wirft Fragen über die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in militärischen Konfliktzonen, moralische Verantwortung und humanitäres Handeln in politisch-militärischen Kontexten auf.

Aufsatz
Die Täter der Endphaseverbrechen von Randegg und Göstling an der Ybbs im April 1945
Von: 
Johannes Glack
Ort des Verbrechens in Göstling an der Ybbs heute, © Johannes Glack

Am 13. und 15. April 1945 ermordete ein kleiner Kreis an Tätern auf Eigeninitiative ca. 180 ungarische Jüdinnen und Juden im ländlichen Niederösterreich in den Orten Randegg und Göstling an der Ybbs. Dieser Essay rekonstruiert den Verlauf der Verbrechen und nimmt dabei vor allem Handeln und Motive der Täter in den Blick. Exemplarisch zeigt sich dabei, wie stark ideologische Komponenten wie Antisemitismus und soldatische Männlichkeit bei Endphaseverbrechen wirkten und wie Dynamiken der Endphase Gewalträume im ländlichen Gebiet öffneten.

Aufsatz

Digitale Geschichtskultur, Erinnerungskultur, Historisches Lernen

Archäologische und historische Dimensionen (Innsbruck, 27.–29.11.2025)
Von: 
Ronja Edelhäuser

Vom 27. bis 29. November 2025 trafen sich Archäolog:innen und Althistoriker:innen auf der internationalen Tagung „Die Markomannenkriege: Archäologische und historische Dimensionen“ an der Universität Innsbruck. Die Organisation übernahmen Roland Steinacher, Gerald Grabherr und Ronja Edelhäuser. Finanziert wurde die Tagung durch die Unterstützung des Dekanats der Philosophisch-Historischen Fakultät, des Vizerektorats für Forschung und des IRO der Universität Innsbruck, der Österreichischen Forschungsgemeinschaft, der Länder Tirol und Vorarlberg sowie der Fritz Thyssen Stiftung.

Tagungsbericht

Sozialgeschichte von Heer und Krieg, Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur (14.–21. Jh.), Geschichte der kommunalen politischen Kulturen

Das militärische Gewalthandeln des Ostasiatischen Expeditionskorps im Boxerkrieg 1900/1901
Von: 
Martin H. Schulz

Um die vorvergangene Jahrhundertwende erlebte der Imperialismus der ausländischen Mächte in China seinen Höhepunkt. Ausgelöst durch den Aufstand breiter Schichten der Landbevölkerung kam es zu einer imperialen Intervention der Mächte im Qing-Reich. Im Rahmen dessen entsandte das Deutsche Kaiserreich über 20.000 Soldaten des Heeres und der Kaiserlichen Marine. Welche Gewalthandlungen sie in China ausübten, ist Gegenstand einer laufenden Studie.

Projektskizze

Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) fördert Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in ihrer Qualifikationsphase. Zu diesem Zweck lobt der Verein bis zu 1.200 € aus, um einen Workshop zu einer aktuellen Fragestellung der Militärgeschichte zu finanzieren. Eingereicht werden können Themenvorschläge aus allen historischen Epochen.

Miszelle
Die Reichswehr zwischen Landesverteidigung und „Blitzkrieg.“ Workshop des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (Potsdam, 9./10.7.2025)
Von: 
Mika Hagedorn

Am 9. und 10. Juli 2025 lud das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) zum vierten Workshop über die Reichswehr nach Potsdam ein. Die Organisation übernahmen Dr. Frederike C. Hartung, Dr. Frank Reichherzer und Dr. Dennis Werberg. Ziel war es, die Reichswehr als Vorläufer und militärischen Vordenker der Wehrmacht im Kontext der „Blitzfeldzüge“ zu analysieren.

Tagungsbericht

Aktuelles Projekt: Dissertation zu Bayerischen Truppenübungsplätzen im 19. und 20. Jahrhundert

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