Krieg und Militär (allg.)

Das historisch-kulturelle Langzeitprojekt "52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg"
Von: 
Christine Beil

Mobilmachungsaufruf und Liebesbriefe, Lebensmittelmarken, ein Eisernes Kreuz und eine Spielzeugkanone – alles Objekte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, alle in direktem Bezug zu Esslingen am Neckar. In einem 52-monatigen Langzeitprojekt (der Dauer des Krieges entsprechend) bearbeiten Stadtmuseum und Stadtarchiv, unterstützt vom Kulturamt, die bislang unerforschte Kriegsgeschichte und kommunale Erinnerungskultur dieser württembergischen Kleinstadt.

Erinnerungs- und Geschichtskultur mit dem Schwerpunkt Krieg und Religion; Transnationale Perspektiven auf Erinnerung sowie ihre praktische Umsetzungen; Mythenbildung; Sozialpsychologische Wirkmechanismen im historischen Kontext; Zwangsarbeit mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt; Digitalisierung in der Lehre.

Operationsgeschichte, Feindaufklärung, Militärische Luftbildaufklärung, Kampfmittelräumung

1. Amerikanischer Bürgerkrieg (1861–1865)
* Deutsche Soldaten im Krieg und Nachkrieg
* Schlachten, Operationsgeschichte
* Feldpost
2. Erster Weltkrieg
* Land-, See- und (besonders) Luftkrieg (dt. Sicht, beim Luftkrieg auch die britische, französische, russische und amerikanische Perspektive)
* (Counter-)Intelligence (besonders Amt IIIb)
* Feldpost
* Kriegsgefangene
* Kulturen der Gewalt
* Nachkrieg und Revolution
3. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg:
* Waffen-SS
* Wehrmacht (Heer, GfP, Spezialeinheiten)

Spanischer Erbfolgekrieg, Militär und Gesellschaft im 19. Jahrhundert, Erster Weltkrieg, Gebirgstruppen, Militärgeschichte Elsass-Lothringen/ Vogesen (Festungswesen)

Österreich-Ungarn; Bismarckreich; Erster Weltkrieg; Zweiter Weltkrieg;

Militärgeschichte insb. 1914-1945; See- und U-Bootkrieg im Ersten Weltkrieg; Ordens- und Uniformkunde (1933-1945); Volkssturm; Militärjustiz; Rechtsgeschichte; Waffen-SS

Eine Konferenz des Deutschen Historischen Instituts Warschau mit dem Deutschen Komitee für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Kooperation mit der Universität Potsdam, 4.-6. Juni 2015 in Potsdam
Von: 
Dennis Werberg
Ein US-Soldat steckt im Rahmen des Massakers von My Lai (Vietnamkrieg) eine Hütte in Brand (16. März 1968)

Mit dem Ukrainekonflikt sind Krieg und kriegerische Gewalt nach Europa zurückgekehrt. Die durch die Medien verbreiteten Nachrichten von Gewaltakten, die von beiden Seiten verübt werden, lösen in den weitgehend gewaltlosen Gesellschaften des Westens Empörung und Bestürzung aus. Die Perzeption von Gewalt, aber auch deren Anwendung hängt dabei wesentlich von der Gewaltkultur in der Gesellschaft bzw. innerhalb eines ihrer Glieder, dem Militär ab. Doch kann überhaupt von nationalen oder regionalen Gewaltkulturen gesprochen werden?

Von: 
Philipp Rauh/Livia Prüll
Deckblatt einer Lazarettakte aus dem Ersten Weltkrieg
Die Frage, ob es die brutalen und beängstigenden Erlebnisse während des Kriegsdienstes sind, die für den Ausbruch psychischer Erkrankungen bei Soldaten verantwortlich zeichnen, erscheint auf den ersten Blick leicht zu beantworten. Ein psychiatriehistorischer Blick auf den Umgang mit seelisch kranken Kriegsveteranen seit dem Ersten Weltkrieg zeigt jedoch, dass es um diese Frage stets heftige Diskussionen und Kontroversen gab.

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