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Maximilian Fügen (Preisträger) und Dr. Kerstin v. Lingen (Vorstand)

Anlässlich der Jahrestagung 2014 des Arbeitskreises Militärgeschichte e. V. in Ingolstadt wurde am 19. September 2014 zum neunten Mal der Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte verliehen. Ausgezeichnet wurde Maximilian Fügen für eine 2014 an der Universität Augsburg eingereichte Bachelorarbeit mit dem Titel "Featherstone Park Camp: Eine Fallstudie zum britischen Reeducation-System für gefangene Offiziere des Zweiten Weltkrieges". Der Wilhelm-Deist-Preis ist mit € 500,00 dotiert.

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Von: 
Katharina Straub
Mitglieder des VBGO legen Überreste von zwei Rotarmisten frei (Quelle: K.Straub)
Auch knapp siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden noch immer tausende von Kriegstoten auf ehemaligen Schlachtfeldern vermisst. Der Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa e.V. (VBGO) hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Vermissten zu bergen; im Mai 2014 war der Verein zum neunten Mal in Klessin an der Oder im Einsatz.
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Von: 
Lars Beißwenger
Nördlich der schottischen Stadt Stirling ragt ein aus der Ferne gut sichtbarer Turm vom höchsten Punkt des Basaltberges Abbey Craig empor. Von Stirling Castle aus betrachtet, erstreckt sich dahinter die Ochils genannte Hügelkette, die dem Betrachter eine gewisse Ahnung der rauen und wilden Landschaft der Highlands vermittelt. Von der Spitze dieses 67 Meter hohen Turms, der im sogenannten schottischen Baronialstil gehalten ist, kann man sieben historische Schlachtfelder überblicken.
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Zwei aktuelle Beispiele für den Umgang mit Bildern
Von: 
Markus Pöhlmann
Logo der Serie "Der Krieg daheim" (Süddeutsche Zeitung vom 9./10.08.2014)

Dass die kollektive Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Deutschland schwächer ausgeprägt ist als etwa in Großbritannien, kann als ausgemacht gelten. Als der 100. Jahrestag des Kriegsbeginns seine Schatten vorauswarf, bestand bei Historikern und Medienleuten durchaus Unklarheit darüber, welche Ausprägung und Intensität das Gedenken hierzulande annehmen würde. Als Zwischenfazit lässt sich aber schon im August 2014 sagen, dass die Wahrnehmung des Ereignisses breit und vielfältig ist.

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Barbara Tuchmans Klassiker über die Anfänge des Ersten Weltkrieges
Von: 
Bernd Greiner
Cover Tuchman, Ausgabe 2013
Das 1962 publizierte Buch von Barbara Tuchman ist aus zweierlei Gründen noch immer lesenswert: Es verweist auf langfristige Verwerfungen des Ersten Weltkrieges und zeigt die Unschärfe vieler aktueller Publikationen zum Thema. Im Zentrum des Buches stehen die übersteigerte Angst vor einer Entwertung militärischer Machtmittel; die nicht minder maßlose Sorge vor dem Verlust politischer Glaubwürdigkeit; und schließlich der Unwille oder die Unfähigkeit, einen einmal eingeschlagenen Kurs trotz erkennbar ruinöser Kosten zu korrigieren. Damit wird das Jahr 1914 als Fluchtpunkt markiert: einerseits als Kulmination weit in das 19. Jahrhundert zurückreichender Traditionslinien, andererseits als Ursprung von Konstellationen, die auch ein Jahrhundert später noch für Irritationen sorgen.
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Von: 
Irina Renz
Abb. 1: Plakat zur sechsten deutschen Kriegsanleihe von 1917, Entwurf von FB, Bibliothek für Zeitgeschichte 2.5/75
Plakate erlangten im Ersten Weltkrieg eine bis dahin ungekannte Bedeutung als Kommunikationsmedium der Kriegsgesellschaft. Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) verfügt über eine umfangreiche Sammlung von politischen Plakaten des 20. Jahrhunderts, die teilweise über eine Plakat-Datenbank erschlossen sind. Den Schwerpunkt des Bestandes zum Ersten Weltkrieg bilden Plakate aus Deutschland. Daneben sind Exemplare aus Österreich-Ungarn, Bulgarien, Belgien, Frankreich, Russland und den USA enthalten.
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Die Buchbestände der Bibliothek für Zeitgeschichte zum Ersten Weltkrieg
Von: 
Christian Westerhoff
Abb. 1: Paul Schreckenbach, Der Weltbrand. Illustrierte Geschichte aus großer Zeit. Mit zusammenhängendem Text, Bd. 1, Leipzig 1915.
Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) sammelt seit ihrer Gründung 1915 Literatur zum Ersten Weltkrieg. Da der „Große Krieg“ über Jahrzehnte ein wichtiger Sammelschwerpunkt war, besitzt die ehemalige „Weltkriegsbücherei“ (WKB) heute bedeutende Bestände zum Thema. Insbesondere der große Anteil fremdsprachiger Werke, das breit gesammelte zeitgenössische Propagandaschrifttum und die geschlossen erhaltene Sammlung von Literatur aus der Weimarer Republik machten die BfZ zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Forschung.
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Von: 
Christian Westerhoff
Abb. 1: Kriegsfotograf im Schützengraben. Quelle: BfZ/WLB, WK1, Nr.131
Der Erste Weltkrieg war nicht nur der erste industrialisierte Krieg, sondern auch der erste weltumspannende Konflikt, der umfassend fotografisch dokumentiert wurde. Bereits während des Krieges begannen verschiedene Institutionen, Fotos aus dem Weltkrieg zu sammeln. Auch die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek (BfZ) sammelt seit ihrer Gründung als „Weltkriegsbücherei“ im Jahr 1915 Fotografien und andere Bilddokumente. Sie besitzt heute eine umfangreiche Fotosammlung zu beiden Weltkriegen sowie zur Marine und bildet insbesondere wegen der internationalen Provenienz ihrer Bildbestände eine wichtige Anlaufstelle für Forscher und Publizisten.
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Von: 
Franziska Zaugg
Ein Bunker in der Nähe von Përrenjas an der albanisch-mazedonischen Grenze

Ursprünglich sollte dieser Reisebericht zu „militärhistorischen Erinnerungsorten Albaniens“ von den letzten Tagen deutscher Besatzung in Albanien erzählen, von den Rückzugskämpfen Richtung Bosnien und vom deutschen Soldatenfriedhof im grossen Stadtpark von Tirana. Zudem sollte er die Frage aufwerfen, ob ein solcher Friedhof gerechtfertigt sei. Erst als sich Albanien in den 1990er Jahren gegenüber Europa wieder zu öffnen begann, kam 1994 ein Kriegsgräberabkommen zwischen Deutschland und Albanien zustande.

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Von: 
Christian Westerhoff/Irina Renz
„Franck-Munition nach allen Fronten“. Illustration von H. Wenng  im Weihnachtsheft 1915 der Mitteilungen der Firma Franck. Quelle: BfZ/WLB
Das Weltkriegsgedenkjahr 2014 wird zu einem Höhepunkt in der Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg führen. Gleichzeitig wird die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart (BfZ) im Jahr 2015 einhundert Jahre alt. Die BfZ nimmt dies zum Anlass, in einem Artikelserie auf dem Portal Militärgeschichte ihre vielfältigen Sammlungen und Aktivitäten zum Ersten Weltkrieg zu präsentieren.
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