Publizistik und Medien

#militaryXmovies Special zum 80. Jahrestag
Von: 
Jannes Bergmann/Paul Fröhlich/Eric Strohmeier-Wimmer

Am heutigen Tag vor genau 80 Jahren ging die am 4. Juni begonnene Schlacht um Midway zu Ende und damit das Ereignis, das häufig als der Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs im Pazifik angesehen wird. Es gelang der amerikanischen US Navy der japanischen Kaiserliche Marine eine schwere Niederlage zuzufügen, in deren Folge die strategische Initiative von Japan an die USA überging. Aus diesem Anlass betrachten wir heute in einer XXL-Ausgabe unserer Twitterreihe #militaryXmovies die Darstellung der Schlacht in drei unterschiedlichen Filmen.

Miszelle
Militärgeschichtliches Forschungsamt, 01.-02. Juni 2012
Von: 
Vitali Gerber, David X. Noack, Philipp Schulze, Peter Weinert, Benjamin Biggel

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) veranstaltete in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam am 1. und 2. Juni 2012 eine Tagung, die sich den Herausforderungen, Problemen und Wandlungen im Bereich militärgeschichtlicher Editionen widmete. Durch den technischen Fortschritt und aufgrund des gestiegenen gesellschaftlichen Informationsbedürfnisses ändern sich auch die Anforderungsprofile an Editionen.

Tagungsbericht
Reden und Predigten eines Wehrmachtpfarrers aus sowjetischer Gefangenschaft 1943–1945
Von: 
Victor Marnetté

Dem griechischen Komödiendichter Ménandros wird folgender Satz zugeschrieben: „Für alle Sterblichen ist das Gewissen Gott.“ Nach dieser Maxime richtete sich offenbar auch der Kieler Militärpfarrer Johannes Schröder, wie die über 80 Rundfunkansprachen und -predigten, die Schröder zwischen 1943 und 1945 in sowjetischer Gefangenschaft hielt, eindrucksvoll belegen. Es ist Christiane Godt, der jüngsten Tochter Schröders, Peter Godt, Hartmut und Silke Lehmann sowie Jens Holger Schjørring zu verdanken, dass diese nun in einer Edition gebündelt vorliegen.

Buchbesprechung
The Reception of Erich Ludendorff’s Memoirs in the Context of the Dolchstoß Myth, 1919–1925
Von: 
Matthias A. Fahrenwaldt

Erich Ludendorff was the dominant figure of the German war effort in the second half of the Great War. After the military collapse he was one of the main proponents of the Dolchstoßlegende, the main liability of the Weimar Republic. This article investigates what role his 1919 memoirs Meine Kriegserinnerungen played in advancing this myth.

Aufsatz
Bürokratiewahrnehmungen aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr
Von: 
Klaus Schroeder
Whiteboardskizze der Sicht aus einem Büro in „Camp Marmal“, Masar-e-Scharif 2020. Ersteller (Hauptmann,17. Ktgt RS) dem Autor bekannt.
Bürokratie und bürokratisches Handeln sind Teil der Bundeswehr. Wie aber gingen deutsche Soldat*innen mit ihr in Auslandseinsätzen in Afghanistan um? Welches Wissen um die Bürokratie, welche Anpassungsstrategien und welche Einstellungen ihr gegenüber lassen sich in literarischen Selbstzeugnissen von ISAF-Veteran*innen finden?
Aufsatz
Die westdeutschen Debatten um neue Führungs- und Managementtechniken in der Staatsverwaltung (1960er bis 1990er Jahre)
Von: 
Nils Löffelbein
Kollage aus Frontcovern
Mitte der 1960er Jahre wurde in der Bundesrepublik zunehmend Kritik an den staatlichen und wirtschaftlichen Leitungs- und Organisationsstrukturen laut. Zahlreiche Akteure diagnostizierten eine tiefgreifende Strukturkrise und forderten die Einführung neuer Führungs- und Managementtechniken in Wirtschaft und Verwaltung. Auch in der Bundeswehr entbrannte eine teils hitzige Führungsdiskussion, hier geriet vor allem das Konzept der ‚Inneren Führung‘ und der Grundsatz einer starken Kontrolle des Militärs durch zivile Stellen ins Zentrum der Auseinandersetzungen.
Aufsatz
Der Kyffhäuserbund in der Weimarer Republik
Von: 
Yves Müller
cover Schulte
Die Geschichte des Kyffhäuserbundes nach dem Ersten Weltkrieg ist ein zeithistorisches Desiderat. Dabei avancierte der Verband zu einem zentralen Akteur des nationalistischen Spektrums der Weimarer Republik. Eine neue Veröffentlichung beschäftigt sich nun mit seiner Rolle bei der Konstruktion des Veteranen.
Buchbesprechung
Von: 
Christine Schramm
Venzl Cover
Als Literaturwissenschaftler wagt Tilman Venzl in seiner Dissertation die lohnenswerte Verknüpfung der Germanistik mit der Perspektive der Neuen Militärgeschichte der Frühen Neuzeit. Die Soldaten der im 18. Jahrhundert etablierten stehenden Heere halten in dieser detaillierten Darstellung einer Genregenese Einzug auf die deutschen Bühnen und in die Theaterwissenschaft des 21. Jahrhunderts.
Buchbesprechung
Von: 
Philipp Vogler
Target Dossier Stalingrad Tractor Works, NARA RG 242, PM/TM-1, public domain
Noch immer stellen die Überreste der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs, allen voran Bombenblindgänger, ein hohes Gefahrenpotential in Deutschland dar. Zu ihrer Identifikation werden seit Jahren Luftaufnahmen aus jener Zeit herangezogen. In der Forschung ist dieser Quellengattung – vor allem mit Blick auf die deutsche Luftbildaufklärung – indes bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden.
Projektskizze
Von: 
von Jens Lohmeier und Stephanie Kaiser
Valiant Hearts (trailer screenshot)
In dem Beitrag von Jens Lohmeier und Stephanie Kaiser werden zwei Computerspiele gegenübergestellt, die sich thematich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen bzw. in dieser Zeit spielen. Bei 'Verdun' handelt sich um einen First-Person-Shooter, in dem der Spieler die Rolle eines Soldaten übernimmt und an den Kampfhandlungen der namensgebenden Schlacht von Verdun teilnimmt. 'Valiant Hearts' hingegen ist ein Jump-and-Run-Spiel im Comicstil und als Anti-Kriegsspiel zu definieren.
Aufsatz

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