Deutschland (allg.)

Die Verteidigung von deutschen Kriegsverbrechern vor alliierten Militärgerichten durch britische Offiziere. (Dissertation)
Von: 
Margaretha Bauer
Prozessort Bergen-Belsen-Prozess, vormals Turnhalle Lüneburg (Foto: Wilkes (Sgt) No 5 Army Film and Photographic Unit)

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand eine Reihe von alliierten Prozessen gegen deutsche Kriegsverbrecher statt. Bereits wenige Monate nach Kriegsende begannen sowohl Amerikaner wie auch Briten in ihren Besatzungszonen in Deutschland verschiedene KZ-, Flieger- und U-Bootprozesse durchzuführen. Unter britischem Militärrecht wurden zwischen 1945 und 1949 insgesamt mehr als 300 Gerichtsverfahren abgehalten. Das Dissertationsprojekt nimmt die Verteidigung dieser Angeklagten durch britische Offiziere vor alliierten Militärgerichten in den Blick.

Mit dem Jahreswechsel entsteht das "Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr"
Von: 
Markus Pöhlmann

 

Die Neuausrichtung der Bundeswehr zeitigt auch im Bereich der Militärgeschichte erste Folgen. Zum 1. Januar 2013 wird das Militärgeschichtliche Forschungsamt mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr zusammengeführt und umbenannt in „Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)“.

Griechischen Geschichte (Militär, Recht, Agonistik-Sportgeschichte)
Römischen Geschichte (Militär, Provinzen, Recht, Spätantike)
Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Land- und Luftkrieg, Taktik, Strategie)
Rechtsgeschichte (Europarecht, BGB, Verfassungsrecht, Militärrecht)

Die Sinndeutung des Krieges in der deutschen Militärelite 1871 – 1945 (= Krieg in der Geschichte, Bd. 73), Paderborn: Schöningh, 2012, ISBN 978-3-506-77363-0, 354 S., € 44,90 (gebunden)
Von: 
Dierk Walter

"Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung" (Moltke d.Ä.). - Niklaus Meier hat mit "Warum Krieg?" eine materialreiche Diskursanalyse der dominanten Kriegsdeutungen im preußisch-deutschen Militär vorgelegt, die wenig Fragen offen lässt. Außer vielleicht: Hätte die Studie nicht besser "Darum Krieg!" heißen sollen?

Fotos von sowjetischen Flintenweibern und Gefangenen als Quelle der Feindbildforschung (Dissertation)
Von: 
Olli Kleemola
Russische Soldatin in finnischer Gefangenschaft. (Ohne Zeit- und Ortsangabe)

In meiner Dissertation analysiere ich das Bild des Feindes an der Ostfront anhand deutscher und finnischer Kriegsfotos während des zweiten Weltkrieges. Speziell konzentriere ich mich hier auf das Bild sowjetischer Soldatinnen, der sogenannten Flintenweiber als Gefangene oder Gefallene. Diese waren sowohl für Deutschland als auch für Finnland ein Spezialfall, da weder deutsche noch finnische Soldaten darauf vorbereitet waren gegen Frauen zu kämpfen.

Auftragstaktik, Entwicklung der Streitkräfte und der Kriegsführung vom 18.-20. Jahrhundert, Zeitalter der Weltkriege, Morgartenkrieg 1315

Der Mythos des Partisanen
Von: 
Martin Rink
Das Bild zeigt das Konterfei Schills
Wenn es einen Archetypen des "deutschen Partisanen" gibt, dann Ferdinand von Schill. Im preußischen Katastrophenwinter 1806/07 trat er mit der Bildung eines Freikorps hervor und avancierte rasch zum Publikumsliebling. 1809 desertierte er mit seinem gesamten Regiment, um die Bevölkerung für einen Volksaufstand zum Kampf gegen Napoleon anzustacheln. Einen Monat später scheiterte er, verlor sein Leben - und avancierte zum Helden. Mit Schill verbanden sich fortan nationale Mythen. Fortan wurde er von verschiedenen Gruppen verehrt. In der Tat: Schill blieb schillernd.
Interview mit Rudolf Jaun (Zürich)
Von: 
Rudolf Jaun
Prof. Dr. Rudolf Jaun
Zum Start des Portals Militärgeschichte lassen prominente Vertreter des Fachs die bisherige Entwicklung der Militärgeschichtsschreibung im deutschsprachigen Raum Revue passieren und zeigen Forschungsperspektiven für die Zukunft auf. Die Interviewfolge wird mit Prof. Dr. Rudolf Jaun fortgesetzt. Seit 2003 ist er Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit und Militärgeschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich. Verfolgen Sie die Entwicklung der deutschsprachigen Militärgeschichtsschreibung aus Schweizer Sicht.

Luftfahrt, Polarregionen, Technikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte; Umweltgeschichte, Kalter Krieg

Republik Venedig, besonders ihre Überseegebiete ("Golfo di Venezia", Westbalkan, Seeherrschaft in der Adria), Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des venezianischen Dalmatiens in der frühen Neuzeit (1409-1797); Aufstieg der Habsburgermonarchie zur Großmacht ("Österreichs Heldenzeitalter"), Verdichtung vormoderner Staatlichkeit am Beispiel Böhmens bzw. Österreichs; Militärgeschichte der frühen Neuzeit, besonders der Republik Venedig bzw. der Habsburgermonarchie

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