Aufsatz

Regimentsloyalitäten irischer Soldaten im Ersten Weltkrieg
Von: 
Emanuel V. Steinbacher

Nationale Minderheiten wurden erst in jüngerer Zeit von der Forschung zum Ersten Weltkrieg entdeckt. Das Interesse gilt vor allem ihren Nationalitätskonflikten und staatlichen Repressionsmaßnahmen. Beides traf in speziellem Maße auf „Minderheiten-Soldaten“ (Oswald Überegger) in nationalen Armeen zu. Vorliegender Beitrag wählt eine andere Perspektive: Er fragt nicht nach dem Unterdrückungspotenzial, sondern der Integrationskraft des Militärapparats. Dies untersucht er anhand irischer Soldaten in der British Army, wobei sich besondere Loyalitätsbeziehungen zum eigenen Regiment zeigen.

Aufsatz
Die Grenzschlacht im Südabschnitt der Ostfront, 22. Juni bis 2. Juli 1941
Von: 
Roman Töppel

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion. Das Oberkommando des Heeres glaubte, der Feldzug würde durch die Eroberung Moskaus entschieden. Die Rote Armee hatte jedoch im Südabschnitt ihre stärksten Kräfte versammelt und leistete dort besonders zähen Widerstand. Schon in den ersten Tagen des Feldzugs konnten die Sowjets die Offensive der Heeresgruppe Süd erheblich verzögern und die deutschen Operationspläne durchkreuzen.

Aufsatz
Vor 100 Jahren wurde die heutige Bibliothek für Zeitgeschichte als Weltkriegsbücherei für jedermann zugänglich
Von: 
Christian Westerhoff

Seit vielen Jahrzehnten ist die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart eine etablierte Anlaufstelle für Forschung, Lehre, Ausstellungsmacher, Publizisten und historisch Interessierte. 1915 in Berlin als private Kriegssammlung zum Ersten Weltkrieg gegründet, wurde sie am 21. Mai 1921 in Stuttgart als zeithistorische Spezialbibliothek der Öffentlichkeit übergeben. Bis es soweit war, mussten allerdings einige Fragen beantwortet werden. So war zu klären, wo die Sammlung langfristig untergebracht sein sollte und welche Ziele nach der deutschen Niederlage im Herbst 1918 zu verfolgen waren.

Aufsatz
The Shifting Significance of Hirose Takeo’s Man-seibashi Statue 1910s-1930s
Von: 
Nicolas Stassar
“A portrait of Hirose Takeo.” Source: Tsuboya Zenshirō, Nichiro sen’eki kaigun shashin-shū, dai ni shū [The Navy’s Photographic Album of the Russo-Japanese War, Volume 2], p. 5. Acquired via the Kokuritsu kokkai toshokan dejitaru korekushon. Copyright on the work has expired.
This article concerns itself with the construction of Hirose Takeo (1868-1905) as Japan’s first “deified war hero” (gunshin) by shedding light on the construction and unveiling of his bronze statue at Manseibashi in 1910 and the construction of a Shintō shrine for his spirit (kami) in his hometown of Taketa in 1935. I will discuss the shifting significance that Hirose played within Japanese society as arguably one of the most iconic figures of the Russo-Japanese War (1904-5). Moreover, through the analysis of the efforts that went into commemorating Hirose, this article offers insights into the nature and content of gunshin itself. I argue that the literal meaning of gunshin does not accurately reflect the actual content of the phenomenon.
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Verein(te) Militärgeschichte: Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. und die Entwicklung einer historischen Subdisziplin
Von: 
Wencke Meteling (Washington, D.C.) und Christoph Nübel (Potsdam)

Aus analog wird digital: Am 18. März 2021 findet die Tagung „Ordnung und Gewalt. Wechselwirkungen zwischen Militär und Politik in der Neuzeit“ statt. Am 25. März folgt die Podiumsdiskussion, mit der ein Vierteljahrhundert AKM-Vereinsgeschichte gewürdigt wird: „Verein(te) Militärgeschichte: Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. und die Entwicklung einer historischen Subdisziplin“. Beide Veranstaltungen werden digital durchgeführt.

Aufsatz
Von: 
Wencke Meteling (Washington, D.C.) und Christoph Nübel (Potsdam)

Der Prozess der Staatsbildung in Europa war seit dem ausgehenden Mittelalter eng mit der Herausbildung stehender Heere verknüpft. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert wurden Armeen dann sogar zur Verkörperung und zum zentralen Symbol des staatlichen Gewaltmonopols. Zugleich waren und sind staatliche Gesellschaftsordnungen stets um die politische Kontrolle militärischer Gewalt bemüht.

Aufsatz
Von: 
Christian Westerhoff
Gespräch Christoph Jahr und Christian Westerhoff

Seit Januar 2020 zeichnet die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) ihre Vortragsreihe in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf) auf. Die Aufnahmen werden auf der Online-Plattform L.I.S.A. kostenlos als Video und Audio bereitgestellt: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/dossier_bfz_stuttgart. Dadurch stehen die Vorträge, Interviews und Lesungen nicht nur Zuhörern in Stuttgart, sondern weltweit, jederzeit und dauerhaft zur Verfügung.

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The Reception of Erich Ludendorff’s Memoirs in the Context of the Dolchstoß Myth, 1919–1925
Von: 
Matthias A. Fahrenwaldt

Erich Ludendorff was the dominant figure of the German war effort in the second half of the Great War. After the military collapse he was one of the main proponents of the Dolchstoßlegende, the main liability of the Weimar Republic. This article investigates what role his 1919 memoirs Meine Kriegserinnerungen played in advancing this myth.

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Bürokratiewahrnehmungen aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr
Von: 
Klaus Schroeder
Whiteboardskizze der Sicht aus einem Büro in „Camp Marmal“, Masar-e-Scharif 2020. Ersteller (Hauptmann,17. Ktgt RS) dem Autor bekannt.
Bürokratie und bürokratisches Handeln sind Teil der Bundeswehr. Wie aber gingen deutsche Soldat*innen mit ihr in Auslandseinsätzen in Afghanistan um? Welches Wissen um die Bürokratie, welche Anpassungsstrategien und welche Einstellungen ihr gegenüber lassen sich in literarischen Selbstzeugnissen von ISAF-Veteran*innen finden?
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Rüstungsgüterbeschaffung in deutschen Streitkräften im Kalten Krieg
Von: 
Dieter H. Kollmer

Wenn Panzer auf dem Kasernenhof rollen, Kriegsschiffe getauft werden oder Kampfflugzeuge zum ersten Mal in den Luftraum abheben, dann ist dies in Deutschland auch der Endpunkt eines sehr langwierigen Verwaltungsprozesses. Die Beschaffung von Rüstungsgütern bewegt sich in einem komplizierten Verfahren zwischen politischen, rechtlichen und ökonomischen Vorgaben sowie militärischen und bürokratischen Notwendigkeiten.

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