Interview

III. Teil: Krieg in der Ukraine – Die Bedeutung von Gewalt in der postsowjetischen Politik Russlands
Von: 
Gundula Gahlen
Portraitfoto Prof. Dr. Jan Claas Behrends

Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen mehr als vier Wochen an. Zum russischen Agieren in diesem Krieg und zur besonderen Rolle der Gewalt in der Politik im postsowjetischen Russland gibt im dritten Teil der Themenreihe „Krieg in der Ukraine“ Prof. Dr. Jan Claas Behrends Auskunft. Er leitet das Projekt „Legacies of Communism“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und lehrt osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina. Behrends ist Experte für die Entwicklung postsowjetischer Gesellschaften vom Spätsozialismus bis zur Gegenwart. In mehreren Forschungsprojekten hat er die Gewaltkultur in der sowjetischen und postsowjetischen Gesellschaft von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart untersucht. Bereits 2015 schrieb er mit Blick auf den Angriff Russlands auf die Ostukraine, es lohne sich „über den Wandel der russländischen Staatlichkeit und die Rolle der Gewalt nach 1991 nachzudenken. Denn der Krieg in der Ukraine und Russlands Außenpolitik lassen sich nur verstehen, wenn wir die innere Entwicklung des Landes analysieren.“

Interview
II. Teil: Krieg in der Ukraine – Historische Vorbedingungen
Von: 
Jannes Bergmann/Paul Fröhlich

kontolDervölkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen mehr als drei Wochen an und der weitere Fortgang und das Ende sind nach wie vor unbestimmt. Gewiss kann es angesichts der Quellenlage nicht Aufgabe der Militärgeschichte sein, sich dem Krieg als historischem Objekt zu nähern und exemplarisch das operative Geschehen zu analysieren. Aber dennoch ist es möglich, diese schon jetzt klare Zäsur in der europäischen Geschichte vor dem Hintergrund historischer (Dis-)Kontinuitäten zu betrachten und damit auch Ausblicke auf potentielle Entwicklungen zu gewähren. Hierzu befragen wir im zweiten Teil der Themenreihe „Krieg in der Ukraine“ Dr. Franziska Davies (@efdavies) vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der LMU München. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die moderne Geschichte Russlands, der Ukraine und Polens. In ihrem gemeinsam mit Katja Makhotina verfassten und demnächst erscheinenden Buch „Offene Wunden Osteuropas“ setzt sie sich mit der deutschen Erinnerungskultur zum Vernichtungskrieg im östlichen Europa auseinander – also die perfekte Gesprächspartnerin, um die historischen Vorbedingungen des Krieges näher zu beleuchten.

Interview
I. Teil: Krieg in der Ukraine – Historische Parallelen und zukünftige Auswirkungen
Von: 
Jannes Bergmann/Paul Fröhlich
Portraitfoto Prof. Dr. Sönke Neitzel

Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg in der Ukraine stellt auch die Militärgeschichte vor neue Herausforderungen und Fragen. Kaum jemand mag die weitere Entwicklung der gegenwärtigen Situation angesichts der kriegstypisch problematischen Informationslage einschätzen können. In jedem Fall stellt dieser aber einen Einschnitt in der europäischen Geschichte und Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges dar, der voraussichtlich einiges an Veränderungen nach sich ziehen wird. In einem Interview mit Prof. Dr. Sönke Neitzel – Inhaber des Lehrstuhls für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam – soll daher eine historische Einordnung vorgenommen sowie ein Blick auf die aktuellen und mögliche zukünftige Entwicklungen auf deutscher und internationaler Ebene gewagt werden.

Interview
Die Ausstellung „Ankunft auf Zeit – Cottbuser Kriegsgefangenenlager zwischen 1914 und 1924“
Von: 
Paul Fröhlich

Das Cottbuser Stadtmuseum eröffnete im November 2021 eine Sonderausstellung zu den beiden Kriegsgefangenenlagern, die im Lauf des Ersten Weltkrieges in Sielow und Merzdorf errichtet wurden und die mehr als 20 000 Insassen durchliefen. Die Ausstellung richtet auf Grundlage zahlreicher Bilder des damaligen Lagerfotografen Paul Tharan den Blick auf die Lebensbedingungen hinter dem Stacheldraht. Im thematischen Fokus liegen vor allem die Unterbringung, medizinische Versorgung, die Arbeit innerhalb und außerhalb des Lagers, das kulturelle Leben sowie das Sterben in der Gefangenschaft. Darüber hinaus dokumentiert die Ausstellung die häufig unbekannte Nachnutzung der Kriegsgefangenenlager nach dem Kriegsende. Gemeinsam mit zeitgenössischen Exponaten und kommentierenden Texten werden die häufig propagandistisch intendierten Fotografien Tharans durch mehrere Installationen in einen neuen Kontext gesetzt, um den bedrückenden Charakter des Lagers wiederzugeben.
Das folgende Interview mit dem Kurator Robert Büschel wirft einen Blick auf die Museumspraxis bei der Entwicklung und Auseinandersetzung von Formaten, die sich mit dem Ersten Weltkrieg bzw. mit dem Thema „Kriegsgefangenschaft und Kriegsgesellschaft“ auseinandersetzen. Die Ausstellung läuft voraussichtlich noch bis zum 13. März 2022.

Interview
Teil XII der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995 –2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Zu einer der Aufgaben des 1995 gegründeten Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. gehört die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Mit dem seit 2006 jährlich verliehenen Wilhelm-Deist-Preis (WDP) honoriert der AKM hervorragende deutschsprachige, studentische Abschlussarbeiten talentierter Nachwuchshistorikerinnen und -historiker im Bereich der Militärgeschichte. Die Auszeichnung erinnert an die großen Verdienste des deutschen Militärhistorikers und ersten Ehrenvorsitzenden des Arbeitskreises Wilhelm Deist, dem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stets ein besonderes Anliegen war. Anlässlich 25 Jahre AKM hat die Redaktion des Portal Militärgeschichte drei der 14 WDP-Preisträger interviewt: Dr. Christoph Nübel (WDP 2008), Dr. Lukas Grawe (WDP 2013) und Michel Scheidegger, M.A. (WDP 2017). Als letztes in der Reihe folgt das Interview mit Michel Scheidegger.

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Teil XI der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995–2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Zu den Aufgaben des 1995 gegründeten Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. gehört die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Mit dem seit 2006 jährlich verliehenen Wilhelm-Deist-Preis (WDP) honoriert der AKM hervorragende deutschsprachige, studentische Abschlussarbeiten talentierter Nachwuchshistorikerinnen und -historiker im Bereich der Militärgeschichte. Die Auszeichnung erinnert an die großen Verdienste des deutschen Militärhistorikers und ersten Ehrenvorsitzenden des Arbeitskreises Wilhelm Deist, dem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stets ein besonderes Anliegen war. Anlässlich 25 Jahren AKM hat die Redaktion des Portal Militärgeschichte drei der 14 WDP-Preisträger interviewt: Dr. Christoph Nübel (WDP 2008), Dr. Lukas Grawe (WDP 2013) und Michel Scheidegger, M.A. (WDP 2017). Im zweiten Teil kommt nun Dr. Lukas Grawe zu Wort.

Interview
Teil X der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995–2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber
Christopn Nübel

Christoph Nübel – Zu einer der Aufgaben des 1995 gegründeten Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. (AKM) gehört die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Mit dem seit 2006 jährlich verliehenen Wilhelm-Deist-Preis (WDP) honoriert der AKM hervorragende deutschsprachige, studentische Abschlussarbeiten talentierter Nachwuchshistorikerinnen und –historiker im Bereich der Militärgeschichte. Die Auszeichnung erinnert an die großen Verdienste des deutschen Militärhistorikers und ersten Ehrenvorsitzenden des Arbeitskreises Wilhelm Deist, dem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stets ein besonderes Anliegen war. Anlässlich der Interviewreihe 25 Jahre AKM hat die Redaktion des Portal Militärgeschichte drei WDP-Preisträger interviewt: Dr. Christoph Nübel (WDP 2008), Dr. Lukas Grawe (WDP 2013) und Michel Scheidegger, M.A. (WDP 2017). Den Anfang macht Dr. Christoph Nübel.

Interview
Teil IX der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995–2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Seit 2013 leitet Dr. Christian Westerhoff die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ), nachdem er zuvor als Koordinator des DFG-Projekts „1914-1918-Online. International Encyclopedia of the First World War“ tätig war. Seit Jahren arbeitet die BfZ eng mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte zusammen. Auf den Seiten des Portal Militärgeschichte wurde einige lesenswerte Beiträge veröffentlicht, in denen auf die militärhistorisch relevanten Bestände und Aktivitäten der BfZ hingewiesen wurde. Anlässlich des 25-jährigen AKM-Jubiläums hat die Redaktion mit Dr. Christian Westerhoff ein Interview geführt.

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„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, was will man mehr?“
Von: 
Wencke Meteling

Am 31. März dieses Jahres ist Prof. Dr. Michael Epkenhans als Geschäftsführender Beamter und Stellvertreter des Kommandeurs am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in den Ruhestand getreten. 1999 war er nach über einer Dekade als Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh ans ZMSBw nach Potsdam gekommen, um die dortige Abteilung Forschung zu leiten. Im Interview mit Wencke Meteling reflektiert er über eine lange, abwechslungsreiche Karriere als Historiker, die eigentlich in den Schuldienst hätte führen sollen und dann ganz eigene Wendungen nahm.

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Teil VIII der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Lieber Herr Prof. Neitzel, Seit 2015 sind Sie Inhaber des Lehrstuhls für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt am Historischen Institut der Universität Potsdam. Jahrelang waren Sie im Vorstand des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) tätig, zu dessen Gründungsmitgliedern Sie gehören. Erinnern wir uns gemeinsam an die Gründung des AKM zurück. Wie haben Sie diese Mitte der 1990er Jahre erlebt, zu dieser Zeit hatten Sie ja noch keine Militärgeschichtsprofessur inne, Ihre persönliche Situation war damals noch eine gänzlich andere.

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