Militärische Einsatzpraxis im kolonialen Raum (Potsdam, 7./8.5.2026)
Von:
Louis Kothe
Eins lässt sich festhalten: Gewalt war in den deutschen Kolonien des 19. und 20. Jahrhundert Normalität. Als zentraler Akteur erscheint häufig das Militär. Doch wie manifestiert sich die militärische Gewalt in der Einsatzpraxis des Militärs? Lassen sich Routinen erkennen, oder weisen die Einsätze keine Parallelen auf? Diesem Komplex versuchten sich Wissenschaftler:innen auf dem Workshop des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zu widmen.
Beziehungen und Wechselwirkungen von der Antike bis zur Gegenwart / Relations and Interactions from Antiquity to the Present Day
Vom 16. bis 18. September 2026 tagt in Dortmund die internationale Tagung Natur - Tiere - Kriegveranstaltet von der Technischen Universität Dortmund, dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. und der Universität Kassel. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Rethinking Concepts, Terms and Topics (Graz, 9.–11.7.2025)
Von:
Samuel Hofstadler, Stefanie Pöschl
The Military Welfare History Network held its fourth international Conference from July 9th to July 11th, organised by Heidrun Zettelbauer (GRAZ), Viktoria Wind (GRAZ), Sabine Haring-Mosbacher (GRAZ) and Sabine Jesner (VIENNA). The nine panels and two keynotes aimed to open up new perspectives on the historiography of war and welfare. A book presentation and round-table discussion about the forthcoming publication ‘Gendering Vulnerability and Care During the 'Greater War' in Europe, 1912–1923‘ deepened these discussions regarding the First World War.
Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung. Eine Konferenz in Kooperation mit der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung), Universität Wien, sowie mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (Wien, 8.–10.10.2025)
Von:
Oksana Nagornaia
Erstmals fand die Jubiläumstagung des Arbeitskreises „Militärgeschichte“ in Österreich statt und zum ersten Mal übernahm ein renommiertes Militärmuseum dabei eine Doppelrolle: sowohl als aktiver Organisationspartner als auch als Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse. In den authentischen Räumen des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) wurden theoretische Grundlagen der kurzfristigen und langfristigen Verarbeitung von Kriegsfolgen ebenso thematisiert wie Fallstudien zu einzelnen Museen, nationalen Geschichtskulturen und neuen medialen Formen des Gedenkens.
Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) fördert Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in ihrer Qualifikationsphase. Zu diesem Zweck lobt der Verein bis zu 1.200 € aus, um einen Workshop zu einer aktuellen Fragestellung der Militärgeschichte zu finanzieren. Eingereicht werden können Themenvorschläge aus allen historischen Epochen.
Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung (Wien, 8.–10.10.2025)
Wenn bewaffnete Konflikte enden, verbleiben mannigfaltige Spuren des Krieges in den Gesellschaften und auf materieller Ebene, die das (kollektive) Gedächtnis in der einen oder anderen Weise formen. Monumentale Objekte wie Triumphbögen, Siegesstelen oder Trophäen geben bereits seit der Antike öffentlichkeitswirksam Zeugnis über das menschliche Streben und das Bedürfnis, an Kriege und Schlachten durch materielle Sachzeugnisse zu erinnern. Seit den Napoleonischen Kriegen, besonders aber im „langen 20. Jahrhundert“, erlangt das Erinnern an militärische Begebenheiten und Persönlichkeiten in Form von Denkmälern, Veranstaltungen, Liedern, populärer Literatur und nicht zuletzt durch die neu auftretenden Armeemuseen im europäischen Raum zunehmende gesellschaftliche Bedeutung.
Tagung des Forschungsverbunds Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD)
Von:
Leonard Kleiber
Der Forschungsverbund Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD) veranstaltete vom 30. bis 31. Januar 2025 seine erste Konferenz, die von Tanja Bührer (SALZBURG), Isabelle Deflers (MÜNCHEN) und Karen Hagemann (CHAPEL HILL) organisiert wurde. Ziel des MKGD ist es, Geschlechteraspekte stärker mit der Militärgeschichte zu verweben. In der Begrüßung wurde diese Notwendigkeit am Beispiel der zunehmenden Forschung zu Kolonialkriegen deutlich. Die analytische Kategorie Geschlecht werde in diese neuen Studien nur unzureichend integriert, was beispielsweise Machtverhältnisse unterminiere. Diese Lücke bildete den Ausgangspunkt der Konferenz.
27-28 November 2025, University of Potsdam, Germany
The Society for the History of War invites proposals for a conference on the Cultures of War and Violence. The Conference is organised in collaboration with the University of Potsdam, the Bundeswehr Centre of Military History and Social Sciences (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, ZMSBw), and the Working Group Military History (Arbeitskreis Militärgeschichte). It will be held in Potsdam, Germany, close to Berlin, on 27-28 November 2024.
Institutionen, Akteur:innen, Praktiken und Konzepte in vergleichender Perspektive
Militärische Erziehung, Ausbildung, Bildung und der Staat sind seit der Antike eng miteinander verzahnt. Es ist ein spannungsgeladenes Verhältnis, weil es wirkmächtige soziale Praktiken sind, nicht nur, um künftige militärische Führungskräfte auszubilden, sondern auch, um die Mitglieder eines Gemeinwesens im Namen des Staates gefügig zu machen.