Epochenübergreifend

Verwenden Sie diesen Eintrag nur für tatsächlich epochenübergreifende Themen oder Forschungsinteressen.

Interdisziplinäre und interepochale Fachtagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. (FU Berlin, 27.–29.9.2023)
Von: 
Martin Clauss (TU Chemnitz), Gundula Gahlen (LMU München), Oliver Janz (FU Berlin)

Krieg ist eine auditive Extremerfahrung und Kriegsgeräusche gehören seit jeher zu den lautesten Geräuschen der Menschheitsgeschichte. Für die Gesamtheit der durch den Krieg entstandenen und beeinflussten Sounds hat der Musikethnologe Martin Daughtry den Begriff ‚Belliphonie‘ geprägt (Daughtry, Listening to War 2015). Die vom Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. organisierte interepochale und interdisziplinäre Tagung widmet sich der Belliphonie und ihrer Bedeutung für die Erfahrung, Erinnerung und Präsentation von Krieg. Kriegerische Gewalthandlungen können nur unter Einbeziehung des Akustischen umfänglich erfasst werden, sodass die Tagung Erkenntnisse im Bereich der klassischen Militärgeschichte, der Kulturgeschichte des Krieges, der Erfahrungs-, Sinnes-, Emotions- und Gewaltgeschichte anstrebt. Der Fokus auf Sounds dient dabei als thematische Klammer, die verschiedene Aspekte des Kriegs zusammenführt. Gefragt wird mit einem interepochalen und transkulturellen Zugriff, wie und warum sich die Lautlichkeit des Krieges im Laufe der Geschichte wandelte und wie sie wahrgenommen, erzählt, gedeutet und erinnert wurde.

Aufsatz
Militärgeschichtliches Forschungsamt, 01.-02. Juni 2012
Von: 
Vitali Gerber, David X. Noack, Philipp Schulze, Peter Weinert, Benjamin Biggel

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) veranstaltete in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam am 1. und 2. Juni 2012 eine Tagung, die sich den Herausforderungen, Problemen und Wandlungen im Bereich militärgeschichtlicher Editionen widmete. Durch den technischen Fortschritt und aufgrund des gestiegenen gesellschaftlichen Informationsbedürfnisses ändern sich auch die Anforderungsprofile an Editionen.

Tagungsbericht

Am 14. Oktober 2021 wurde zum dritten Mal der "Förderpreis für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte" verliehen. Die Auszeichnung der Preisträger fand im Rahmen eines Nachwuchskolloquiums zur Militärgeschichte an der Universität Potsdam statt.

Miszelle
Für eine neue Geschichte von Militär und Politik
Von: 
Christoph Nübel

Das Militär gilt oftmals als eine Macht, die begierig darauf ist, politischen Einfluss zu gewinnen. Dieses militärgeschichtliche Kernproblem wurde bislang unter dem Schlagwort „Primat der Politik“ untersucht, wobei „Politik“ und „Militär“ als getrennte Bereiche verstanden wurden. Heute hat sich die Forschung von diesem Thema weitgehend abgewandt. Der Beitrag plädiert dafür, „Militär“ und „Politik“ wieder ins Zentrum der Militärgeschichte zu rücken. Mit der bisherigen normativen, ahistorischen Betrachtungsweise lässt sich das Thema jedoch nicht angemessen untersuchen. Es muss neu in den Blick genommen werden – jenseits des Dualismus.

Aufsatz
„Verein(te) Militärgeschichte: Der Arbeitskreis Militärgeschichte e. V. und die Entwicklung einer historischen Subdisziplin“
Von: 
Christina Kecht/Marie-Kristin Reischl/Florian Wieninger

Der Arbeitskreis Militärgeschichte e. V. (AKM) wurde im Jahr 1995 ins Leben gerufen. Die Idee der Gründung entstand nach dem Deutschen Historikertag 1994 in Leipzig. Damit wollten die Gründungsmitglieder die wachsende Beliebtheit der Militärgeschichte in Deutschland aufgreifen, um sie gezielt unterstützen zu können. Das Ziel war von Anfang an, interdisziplinäre und epochenübergreifende Forschung zu Militär und Krieg sowie kollegialen Austausch zu fördern.

Tagungsbericht
Wechselwirkungen zwischen Militär und Politik in der Neuzeit
Von: 
Christina Kecht, Marie-Kristin Reischl, Florian Wieninger

Die Entwicklungen staatlicher und militärischer Strukturen gingen seit dem ausgehenden Mittelalter miteinander Hand in Hand. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert wurden die stehenden Heere zum manifesten Symbol eines staatlichen Gewaltmonopols. Die Bemühungen, die militärische Gewalt zu kontrollieren, prägten und prägen moderne Staatswesen.

Tagungsbericht

Ereignisgeschichte Kriegfuehrung in Afrika
Zivilmilitaerische Beziehungen
Staatsformation
Theoriebildung

Von: 
Wencke Meteling (Washington, D.C.) und Christoph Nübel (Potsdam)

Der Prozess der Staatsbildung in Europa war seit dem ausgehenden Mittelalter eng mit der Herausbildung stehender Heere verknüpft. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert wurden Armeen dann sogar zur Verkörperung und zum zentralen Symbol des staatlichen Gewaltmonopols. Zugleich waren und sind staatliche Gesellschaftsordnungen stets um die politische Kontrolle militärischer Gewalt bemüht.

Aufsatz
Teil VI der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber
Sawicki Quelle: privat

Lieber Herr Dr. Sawicki, in einigen Gesprächen dieser Interviewreihe war schon von der engen Kooperation zwischen dem in Paderborn ansässigen Verlag Ferdinand Schöningh und dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. die Rede. Erwähnung fand bereits die Buchreihe „Krieg in der Geschichte“. Worin liegen die Ursprünge dieser engen Kooperation und der Buchreihe begründet?

Interview
Teil V der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber
Martin_Clauss_Quelle_Clauss

Lieber Herr Prof. Clauss, der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) feiert sein 25-jähriges Bestehen, dessen Erster Vorsitzender Sie seit 2017 sind. Mitglied im Arbeitskreis wurden Sie im Jahr 2004. Wie sehen Ihre frühesten AKM-Erinnerungen aus? Wissen Sie noch wie Sie erstmals auf den AKM aufmerksam geworden sind und was Sie damals dazu bewogen hat, dem AKM beizutreten?

Interview

Seiten