Epochenübergreifend

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Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung. Eine Konferenz in Kooperation mit der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung), Universität Wien, sowie mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (Wien, 8.–10.10.2025)
Von: 
Oksana Nagornaia

Erstmals fand die Jubiläumstagung des Arbeitskreises „Militärgeschichte“ in Österreich statt und zum ersten Mal übernahm ein renommiertes Militärmuseum dabei eine Doppelrolle: sowohl als aktiver Organisationspartner als auch als Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse. In den authentischen Räumen des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) wurden theoretische Grundlagen der kurzfristigen und langfristigen Verarbeitung von Kriegsfolgen ebenso thematisiert wie Fallstudien zu einzelnen Museen, nationalen Geschichtskulturen und neuen medialen Formen des Gedenkens.

Tagungsbericht

Der Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) fördert Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in ihrer Qualifikationsphase. Zu diesem Zweck lobt der Verein bis zu 1.200 € aus, um einen Workshop zu einer aktuellen Fragestellung der Militärgeschichte zu finanzieren. Eingereicht werden können Themenvorschläge aus allen historischen Epochen.

Miszelle
Spuren des Krieges und ihre Verarbeitung (Wien, 8.–10.10.2025)

Wenn bewaffnete Konflikte enden, verbleiben mannigfaltige Spuren des Krieges in den Gesellschaften und auf materieller Ebene, die das (kollektive) Gedächtnis in der einen oder anderen Weise formen. Monumentale Objekte wie Triumphbögen, Siegesstelen oder Trophäen geben bereits seit der Antike öffentlichkeitswirksam Zeugnis über das menschliche Streben und das Bedürfnis, an Kriege und Schlachten durch materielle Sachzeugnisse zu erinnern. Seit den Napoleonischen Kriegen, besonders aber im „langen 20. Jahrhundert“, erlangt das Erinnern an militärische Begebenheiten und Persönlichkeiten in Form von Denkmälern, Veranstaltungen, Liedern, populärer Literatur und nicht zuletzt durch die neu auftretenden Armeemuseen im europäischen Raum zunehmende gesellschaftliche Bedeutung.

Miszelle
27-28 November 2025, University of Potsdam, Germany

The Society for the History of War invites proposals for a conference on the Cultures of War and Violence. The Conference is organised in collaboration with the University of Potsdam, the Bundeswehr Centre of Military History and Social Sciences (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, ZMSBw), and the Working Group Military History (Arbeitskreis Militärgeschichte). It will be held in Potsdam, Germany, close to Berlin, on 27-28 November 2024.

Miszelle
Von: 
Leonard Kleiber

„In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist der Soldat etwas geworden, was man fabriziert.“1 Schon Michel Foucault war bewusst, dass sich Militär und Gesellschaft historisch gegenseitig bedingten und beeinflussten – und dass sich diese Beziehungen veränderten.

Tagungsbericht
Institutionen, Akteur:innen, Praktiken und Konzepte in vergleichender Perspektive

Militärische Erziehung, Ausbildung, Bildung und der Staat sind seit der Antike eng miteinander verzahnt. Es ist ein spannungsgeladenes Verhältnis, weil es wirkmächtige soziale Praktiken sind, nicht nur, um künftige militärische Führungskräfte auszubilden, sondern auch, um die Mitglieder eines Gemeinwesens im Namen des Staates gefügig zu machen.

Miszelle
Interdisziplinäre und interepochale Fachtagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. (Berlin, 27.–29.9.2023)

Krieg ist eine auditive Extremerfahrung und gehört zu den lautesten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Geräusche der Waffen, die Klänge von Signalinstrumenten, die Rufe der Kämpfer*innen und die Schreie von verwundeten Menschen und Tieren machen militärische Kampfhandlungen zu einer Ausnahmesituation. Damit ist der Krieg nicht nur von Gewalt, sondern auch von Sounds nicht trennbar. Die interepochale und interdisziplinäre Tagung widmet sich 2023 genau diesem akustischen Konglomerat und seiner Bedeutung für die Erfahrung und die Erinnerung von Krieg.

Miszelle

Epochenübergreifend oder Antike, Neueste Zeit, Zeitgeschichte

Von: 
Daniel Gunz

Queere Geschichtsschreibung hat in den letzten dreißig Jahren einen starken Aufschwung erfahren. Davon ist auch die Militärgeschichte nicht unberührt geblieben. Im deutschsprachigen Raum steckt die Untersuchung nicht heteronormativer sexueller Begehren und Identitäten allerdings noch in den Kinderschuhen.

Aufsatz
Von: 
Mischa Bose

Gewalt – ein Phänomen, das unsere Welt prägt, dabei aber so wandelbar und schwer greifbar ist, wie der Begriff selbst. Passend dazu wählte die diesjährige Internationale Tagung für Militärgeschichte das Chamäleon zu ihrem Motto-Tier. Dem preußischen Militärtheoretiker Clausewitz zufolge gleiche der Krieg nämlich einem „wahre[n] Chamäleon“. Die Veranstaltung widmete sich dabei der Zeitlichkeit der Gewalt in all ihren Erscheinungsformen.

Tagungsbericht

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