Österreich

Die Täter der Endphaseverbrechen von Randegg und Göstling an der Ybbs im April 1945
Von: 
Johannes Glack
Ort des Verbrechens in Göstling an der Ybbs heute, © Johannes Glack

Am 13. und 15. April 1945 ermordete ein kleiner Kreis an Tätern auf Eigeninitiative ca. 180 ungarische Jüdinnen und Juden im ländlichen Niederösterreich in den Orten Randegg und Göstling an der Ybbs. Dieser Essay rekonstruiert den Verlauf der Verbrechen und nimmt dabei vor allem Handeln und Motive der Täter in den Blick. Exemplarisch zeigt sich dabei, wie stark ideologische Komponenten wie Antisemitismus und soldatische Männlichkeit bei Endphaseverbrechen wirkten und wie Dynamiken der Endphase Gewalträume im ländlichen Gebiet öffneten.

Aufsatz
Von: 
Daniel Gunz

Queere Geschichtsschreibung hat in den letzten dreißig Jahren einen starken Aufschwung erfahren. Davon ist auch die Militärgeschichte nicht unberührt geblieben. Im deutschsprachigen Raum steckt die Untersuchung nicht heteronormativer sexueller Begehren und Identitäten allerdings noch in den Kinderschuhen.

Aufsatz
Männlichkeitsdiskurse in der Kriegsberichterstattung der sozialdemokratischen Arbeiter-Zeitung während des Ersten Weltkriegs
Von: 
Viktoria Wind

Nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien im Juli 1914 stellte sich die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs (SDAPÖ) hinter die Kriegsanstrengungen der eigenen Regierung. Dieser Linie folgte auch ihr zentrales Parteiorgan, die Wiener Arbeiter-Zeitung (AZ), zumindest in den ersten Kriegsmonaten.

Aufsatz

Städte im Krieg, Wahrnehmung von Gewalt, Kriegsrecht, Söldner, Sicherheit im Mittelalter

Österreich-Ungarn, k.u.k. Streitkräfte, k.u.k. Kriegsmarine, U-Boot-Krieg im Ersten und Zweiten Weltkrieg und U-Boot-Kriegsführung in der Zeitgeschichte und Gegenwart, Gebirgskrieg, Afrikafeldzug

Das Gefecht um Schloss Itter (5. Mai 1945)
Von: 
Leonard Kleiber
Schloss Itter 1979 (Foto: Steve J. Morgan)

Am 5. Mai 1945 wurde das kleine, im Norden Tirols gelegene Schloss Itter zum Schauplatz einer außergewöhnlichen militärischen Auseinandersetzung. Die Szenerie erscheint dabei wie ein überinszenierter Western: Neben amerikanischen Panzersoldaten, zwei ehemaligen französischen Ministerpräsidenten, zwei französischen Generälen, einem französischen Tennisspieler und österreichischen Widerstandskämpfern waren es auch „heldenhafte“

Aufsatz
Homosexualität und sexuelle Gewalt in den Armeen Österreich-Ungarns 1900–1918
Von: 
Daniel Gunz

Gleichgeschlechtlich begehrende Menschen sind und waren in allen Gesellschaftsschichten zu finden, in Zivil wie auch im Militär. Das Zusammenleben vieler Männer in einem homosozialen Raum, wie es Armeen waren, vereinfachten homosexuelle Kontakte. Die hierarchische Struktur des Militärs konnte allerdings auch zum Missbrauch der mit dem Dienstrang verliehenen Autorität führen, was sich innerhalb des Dissertationsprojekts durch die Untersuchung von Fällen sexueller Gewalt äußert.

Projektskizze

Zweiter Weltkrieg; Wehrmacht; Militärgerichtsbarkeit; Deserteure; Norwegen unter deutscher Besatzung; Film; Wehrmachtkinos; Kriegserinnerung

Von: 
Martin Schröder
Warnke Cover
Operationsgeschichte und Logistikgeschichte können verbunden werden. Dies beweist Marcus Warnke in seiner Doktorarbeit zur preußischen Kriegsführung im Jahr 1757 während des Siebenjährigen Krieges. Allerdings wirft die Art und Weise, wie beide Geschichten hier verknüpft werden sowie die kriegsgeschichtliche Fragestellung, einige Fragen auf.
Buchbesprechung

Mobilmachung; Irreguläre und Regulläre Einheiten; Frauen und Kinder im Militär; Wehrpflicht; Fahnenflucht; Gewalt; Religion und das Militär; Angleichung/Integration durch das Militär; Balkankriege; Erster Weltkrieg; Nachkriegsjustiz

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