19. Jahrhundert

Von: 
Christian Koller
Das Bild zeigt Charles Meyniers Vision des Einzugs Napoleons in Berlin 1806 (1810)
Die Zeit der napoleonischen „Fremdherrschaft" und der antinapoleonischen Kriege 1806 bis 1815 spielte in der politischen Erinnerungskultur Deutschlands bis mindestens zum Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle. Dieser Artikel untersucht sinnstiftende Funktionen in memorialen Narrativen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Aufsatz

Militärgeschichte, Marinegeschichte, Heereskunde, Region/Nation Buildung, Vexillologie, Sportgeschichte

Von: 
Andreas Leipold
SMS Dresden vor ihrer Selbstversenkung

Die Marinegeschichte des Ersten Weltkrieges in der Ostsee und in der Nordsee ist hinlänglich bekannt. Maritime Aktionen des Deutschen Kaiserreichs im Pazifik werden dagegen nur selten beachtet. Das mag an der überwiegend kontinental-zentristischen Sichtweise der deutschen Forschung liegen. Weiterhin waren die Kampfhandlungen der deutschen Kriegsschiffe im Pazifik von untergeordneter und vernachlässigbarer Bedeutung für den gesamten Kriegsverlauf.

Miszelle
Eine Editionsserie
Von: 
Andreas R. Hofmann
Landecker Bilderhandschrift
Neuzeitliche Bilderhandschriften zu militärischen Gegenständen sind eine eigentümliche heeres- und uniformkundliche Quellengattung. Sie erfreuen sich eines hohen Bekannt- und Beliebtheitsgrades bei Militaria- und Zinnfigurensammlern, während sie in der professionellen Militärgeschichte vorerst noch nicht recht angekommen zu sein scheinen. Bezeichnenderweise sind Anstrengungen, diese archivalischen Unikate in Editionen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, bislang fast durchweg abseits des akademischen Betriebs von Amateurhistorikern unternommen worden.
Buchbesprechung

Militär- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (insb. Zeitalter der Weltkriege), Endphase des Zweiten Weltkriegs, Kriegsgefangenenforschung, Reeducation, Kampfkommandanten, Wehrmacht im Ostkrieg, Literatur und Kultur im Krieg, Besatzung der britischen Kanalinseln im Zweiten Weltkrieg;

Von: 
Andreas R. Hofmann
Cover - Krause, der Kampf um Freiheit
Auch wenn der Schutzumschlag Peter von Hess’ bekanntes Gemälde der Völkerschlacht bei Leipzig zeigt, handelt es sich bei dem vorzustellenden populärwissenschaftlichen Buch nicht um eine militärgeschichtliche Darstellung. Die Befreiungskriege liefern eher die Folie für einen sehr anekdotenreichen und personenorientierten Überblick über die seit den Revolutionskriegen bis in die Restauration nach dem Wiener Kongress hinein geführten publizistisch-literarischen Debatten, die um Begriffe wie „Deutschland“, „Nation“, „Einheit“ und „Freiheit“ kreisten.
Buchbesprechung
Von: 
Lars Beißwenger
Nördlich der schottischen Stadt Stirling ragt ein aus der Ferne gut sichtbarer Turm vom höchsten Punkt des Basaltberges Abbey Craig empor. Von Stirling Castle aus betrachtet, erstreckt sich dahinter die Ochils genannte Hügelkette, die dem Betrachter eine gewisse Ahnung der rauen und wilden Landschaft der Highlands vermittelt. Von der Spitze dieses 67 Meter hohen Turms, der im sogenannten schottischen Baronialstil gehalten ist, kann man sieben historische Schlachtfelder überblicken.
Miszelle

Deutsch-Franzoesischer Krieg, 1870/71

Von: 
Michael Fröhlich
Unterschriften unter der Konvention von Tauroggen
Vielen Werken, die zu den Jubiläen der Befreiungskriege 1813/15 (1913/1963/2013) erschienen, ist gemein, dass sie die Konvention von Tauroggen vom 30. Dezember 1812 häufig auf nur wenigen Seiten abhandeln. Eine meist oberflächliche Darstellung machte es Historikern, aber auch Ideologen jeglicher politischer Couleur einfach, die Konvention in ihrem Sinne zu deuten.
Aufsatz
Zu Methode und Intention der Darstellung bei Polybios und Schlieffen
Von: 
Benjamin S. Kolb
Lebendige Rezeption. 1oz Silber-Gedenkmünze zur Schlacht von Cannae, Perth 2009
Hannibal – Alpen – Elefanten – Cannae. Durch diese Schlüsselbegriffe wird die karthagische Invasion Italiens im II. Punischen Krieg seit nunmehr über 2.200 Jahren im kollektiven Gedächtnis erhalten. Ein kritischer Blick auf die etablierte Meistererzählung zur gewaltigen Schlacht von Cannae im Jahre 216 v. Chr. offenbart allerdings erhebliche Quellenprobleme. Der Beitrag untersucht zunächst die antike Literalität sowie Intention bei Polybios und analysiert ausgehend von diesen Befunden mit Schlieffens Cannae-Interpretation einen modernen Rezeptionsstrang.
Aufsatz

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