Konflikt, Hilfe und Grenzen humanitärer Neutralität?
Von:
Darja Wolfmeier
Der Beitrag untersucht die Konkurrenz um humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen während der Hungersnot in Äthiopien 1984–1985. Im Spannungsfeld von Kaltem Krieg, autoritärer äthiopi-scher Herrschaft und Bürgerkrieg prangerte Ärzte ohne Grenzen den Missbrauch von Hilfsleis-tungen durch das äthiopische Regime öffentlich an und wurde des Landes verwiesen. Der Fall wirft Fragen über die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in militärischen Konfliktzonen, moralische Verantwortung und humanitäres Handeln in politisch-militärischen Kontexten auf.
Am 4. Oktober 1992 unterzeichneten der mosambikanische Präsident Joaquim Chissano und Rebellenführer Afonso Dhlakama ein Friedensabkommen, um den 15 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg im südostafrikanischen Mosambik zu beenden. Doch wie ist es angesichts des Jubiläums des Friedensvertrags um den aktuellen Friedensprozess bestellt, der nach der Wiederaufnahme der Gewalt im Jahr 2013 durch ein weiteres Abkommen von 2019 eingeleitet wurde?