Krieg erzählen

Wie lässt sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts vom Krieg erzählen? Bestimmte extreme Erlebnisse und Gewalterfahrungen gelten als "unbeschreiblich" und dennoch berichten Betroffene und Beobachter davon. Die Thementage "Krieg erzählen" widmen sich diesem Paradox.
Vor hundert Jahren begann der Erste Weltkrieg. Der Völkermord in Ruanda liegt genau 20 Jahre zurück. Und, nicht zuletzt, beginnt 2014 der Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan. Mit "Krieg erzählen" stellt das HKW bewusst die Konflikte der nahen Vergangenheit und der Gegenwart ins Zentrum - von den Bürgerkriegen im ehemaligen Jugoslawien bis zu den Kriegen im Mittleren Osten, in Ruanda, im Gaza-Streifen und in Syrien. Wie können Texte, Bilder und Filme extreme Erfahrungen im Krieg vermitteln? Zu welchem Preis? Warum misslingen objektivierende Berichte so oft, und warum wählen so viele Berichterstatter subjektive Perspektiven?
"Krieg erzählen" versammelt Kriegsberichterstatterinnen und Fotografen, Redakteure und Wissenschaftlerinnen, Soldaten und Menschenrechtlerinnen, Filmemacher und Zeuginnen aus Kriegs- und Krisengebieten, um in Panels und Zwiegesprächen über jenes "Making-of" professioneller Berichterstattung zu diskutieren, von dem Nachrichtenkonsumenten in der Regel nichts erfahren.
Die Gespräche werden ergänzt durch Lesungen und Dokumentarfilme.
Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Kosten:
Do 20.2.: Eröffnung, Eintritt frei
Fr. 21.2. + Sa. 22.2.: Zweitageskarte 12€/10€, Tageskarte 8€/6€, Einzelkarte 5€/3€, Filmticket 6€/4€
Zum detaillierten Programm: http://hkw.de/de/programm/projekte/2014/krieg_erzaehlen/programm_98119/v...
Kuratiert von Carolin Emcke und Valentin Groebner
Filmprogramm kuratiert von Cristina Nord
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Kontakt:
Eva Stein
Haus der Kulturen der Welt
Bereich Kommunikation
+ 49 - (0)30 - 397 87 - 155
