September 1939 – Deutschland, Polen, die Sowjetunion und die Westmächte. Europäische Perspektiven auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren

Datum: 
Montag, 1. September 2014
Ort: 
Berlin

Das Deutsche Historische Museum erinnert in Kooperation mit dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) am 1. September 2014 an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren.

Mit dem Überfall auf Polen wurden die Weichen für den von Deutschland entfesselten Vernichtungskrieg gestellt. Besatzung, Kriegsverbrechen, Versklavung und systematische Ermordung brachten in den Folgejahren unermessliches Leid über viele Völker Europas. Gleichzeitig überschritten am 17. September sowjetische Truppen von Osten die polnische Grenze. Sie folgten darin den Bestimmungen des am 23. August 1939 geschlossenen Hitler-Stalin- bzw. Molotov-Ribbentrop-Pakts und dessen Geheimen Zusatzprotokolls, in dem sich das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion auf eine Abgrenzung ihrer Interessensphären in Osteuropa geeinigt hatten. Anlässlich ihres Zusammentreffens hielten Wehrmachtssoldaten und Rotarmisten am 22. September in Brest eine gemeinsame Truppenparade ab. Nur knapp zwei Jahre später sollten sie mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion zu erbitterten Kriegsgegnern werden.

Die Podiumsdiskussion möchte diese dramatischen Geschehnisse im ersten Kriegsmonat in Ostmitteleuropa aus der Perspektive der damals unmittelbar beteiligten Staaten sowie der Westmächte Großbritannien und Frankreich beleuchten, die durch ihre Bündnisgarantie für Polen zu unmittelbaren Akteuren wurden.

Veranstaltungsort:  Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Termin:  Montag, 1. September 2014, Beginn 18.00

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Programm:

Prof. Dr. Alexander Koch (Deutsches Historisches Museum)  -  Begrüßung

Prof. Dr. Stefan Troebst (GWZO und Universität Leipzig)  -   Einführung und Moderation

Diskutanten:

Prof. Dr. em. Étienne François (Frankreich Zentrum der Freien Universität Berlin)

Prof. Dr. Jerzy Kochanowski (Universität Warschau)

Prof. Dr. Donal O’Sullivan (California State University Northridge)

Dr. Andrij Portnov (Wissenschaftskolleg zu Berlin)

Dr. Tatjana Timofeeva (Staatliche Lomonossow-Universität Moskau)

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Kontakt:

Acelya Bakir

Stiftung Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2

10117 Berlin

030 20304-120

bakir@dhm.de