Gewalt und Gewalterfahrungen im 20. Jahrhundert.
Der Erste Weltkrieg wird oftmals als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet, die den Weg in ein besonders gewalttätiges Zeitalter geebnet habe. Zu den markantesten Kennzeichen der Epoche, die im Sommer 1914 ihren Anfang nahm, gehört die massenhafte und vielfach industriell ausgeübte Gewalt in einem bis dahin unbekanntem Ausmaß.
Das diesjährige Wissenschaftliche Symposium beschäftigt sich mit einigen Aspekten dieser kriegerischen Gewalt und der Gewalterfahrungen im 20. Jahrhundert. Im Vorfeld der Wewelsburger Präsentation der Ausstellung des LWL-Museumsamtes "An der 'Heimatfront' – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg" (12.10.-7.12.2014) wird der Blick auf die gesamteuropäischen Dimensionen dieses vier Jahre dauernden, erstmals weltweit geführten Krieges gerichtet. Seine Folgen sind zum Teil bis heute spürbar.
Symposium veranstaltet durch: Kreismuseum Wewelsburg in Kooperation mit dem Förderverein Kreismuseum Wewelsburg e.V.
Veranstaltungsort: Burgsaal der Wewelsburg, Burwall 19, 33142 Büren-Wewelsburg
Termin: 13.09.2014, Beginn 14.00 | Ende 18.00
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen bitte an Markus Moors (moorsm@kreis-paderborn.de | 0 29 55/76 22-0)
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Programm:
Prof. Dr. Gerd Krumeich erläutert die Gewalterfahrungen und -erwartungen vor dem Ersten Weltkrieg und die Auswirkungen der realen massenhaften Erfahrungen mit Gewalt in diesem Krieg auf die Zwischenkriegsgesellschaften in Europa.
Prof. Dr. Jörg Baberowski blickt auf die Gewaltgeschichte der Sowjetunion, eines Staates, der durch den Ersten Weltkrieg entstand und der die (Nach-)Kriegs-ordnungen in Europa bis in die 1990er Jahre wesentlich mitbestimmte.
Prof. Dr. Marie-Janine Calic schlägt den Bogen von den Gewaltexzessen während der Balkan-Kriege unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg bis zu den "ethnischen Säuberungen" im zerfallenden Jugoslawien am Ende des 20. Jahrhunderts.
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Kontakt:
Markus Moors, Dipl. Pol. | Dipl. Arch.
(t) 02955 / 7622-37
